Schilddrüsenerkrankungen: Unter- und Überfunktion

PCOS Schilddrüse

Die Schilddrüse ist eine kleine, schmetterlingsförmige Drüse, die sich im vorderen Halsbereich direkt vor der Luftröhre befindet. Sie ist eine lebenswichtige Hormondrüse, die viele Funktionen erfüllt. Die Schilddrüse produziert die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin), die eine wesentliche Rolle bei der Regulierung vieler Körperfunktionen spielen, darunter Stoffwechsel, Wachstum, Temperaturkontrolle, Herzfrequenz und sogar unsere Fruchtbarkeit. Sie gibt ständig eine bestimmte Menge an Schilddrüsenhormonen ins Blut ab.

Schilddrüsenerkrankungen kommen häufig vor und können in jedem Lebensalter auftreten. Eine Schilddrüsenfunktionsstörung kann sowohl die männliche als auch die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen und eine Schwangerschaft erschweren. Bei Frauen kann es zu Störungen des Menstruationszyklus und Ausbleiben des Eisprungs (Anovulation) und bei Männern zu geringer Spermienzahl, schlechter Samenqualität, erektiler Dysfunktion und verminderter Libido kommen.


Dies kann bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) passieren.

Wenn deine Schilddrüse überaktiv ist (Hyperthyreose) und du einen Überschuss an T3 und T4 hast, beschleunigt dies die Stoffwechselfunktionen im Körper, erhöht die Temperatur, beschleunigt Deine Herzfrequenz und verbrennt Energie schneller, was häufig zu Folgendem führt:

💥 Gewichtsverlust, übermäßiges Schwitzen, Schlafstörungen, Herzklopfen, Anovulation, Angst oder Reizbarkeit, Auftreten von Kropf (Schwellung im Nacken durch eine vergrößerte Schilddrüse), erhöhtes Risiko für Fehlgeburten.

Wenn Deine Schilddrüse unteraktiv ist (Hypothyreose) und Du zu niedrige T3- und T4-Werte hast, führt dies zum Gegenteil – alles wird verlangsamt, was möglicherweise zu Folgendem führt:

💥Müdigkeit, Gewichtszunahme, Haarausfall, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, schlechte Laune, starke oder unregelmäßige Perioden, Anovulation, Muskel- und Gelenkschmerzen, trockene Haut, erhöhtes Risiko für Fehlgeburten.


Bei beiden Erkrankungen der Schilddrüse gibt es Risikofaktoren:

  • Geschlecht (Frauen haben eine 6-8fach erhöhte Wahrscheinlichkeit als Männer)
  • Alter – Ab dem 50. Lebensjahr besteht ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenerkrankungen.
  • Rauchen
  • Jod-Mangel oder Überschuss
  • Bestimmte medizinische Behandlungsformen und Arzneimittel
  • Übermäßiger Stress oder hohe psychische und physische Belastung

Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, diese ist individuell und richtet sich nach der Erkrankung.


Unterstützung der Schilddrüsenfunktion

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Die subklinische Hypothyreose (SCH) ist ein Zustand eingeschränkter Schilddrüsenfunktion, der durch TSH-Werte über dem oberen physiologischen Grenzwert, aber TH-Werte im Normalbereich gekennzeichnet ist.

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